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Nachts im Schwimmbad: Polizei beendet Partystimmung in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sorgte eine unerlaubte Schwimmbadparty für Aufsehen, als die Polizei eingreifen musste. Trotz der nächtlichen Feier wies niemand auf Gefahren hin.

vonTobias Wagner6. Juli 20263 Min Lesezeit

In Baden-Württemberg hat die Polizei eine unerlaubte nächtliche Schwimmbadparty beendet. Die Feier fand in einem örtlichen Freibad statt und wurde zunächst von den feiernden Jugendlichen als harmloser Spaß angesehen, bis es zu einem unerwarteten Besuch der Ordnungshüter kam.

Die Party, die gegen 23 Uhr die Gemüter erhitzte, wurde durch eine Anruferin in der Umgebung aufgebracht, die verdächtige Geräusche hörte. Als die Beamten eintrafen, fanden sie über 100 Feiernde vor, die fröhlich im Wasser planschten und anscheinend wenig vom Verbot des nächtlichen Schwimmens mitbekommen hatten. Ob der Verstoß gegen die nächtliche Ruhe oder die aktuellen Bestimmungen in Zeiten von Corona jedoch tatsächlich zur Beendigung des fröhlichen Treibens führte, bleibt unklar.

Die Behörden waren nicht ganz unvorbereitet. Bereits zuvor hatten sie Berichte über die ungebremste Partystimmung in dem Freibad erhalten. Aber die Vorstellung, dass eine Versammlung von Jugendlichen in einem Schwimmbad nach Einbruch der Dunkelheit ungestört und vor allem unbeobachtet stattfinden könnte, scheint dann doch etwas naiv.

Beobachter vor Ort berichteten, dass die Stimmung trotz des nächtlichen Abenteuers unbeschwert und ausgelassen war. Die Vielzahl an bunten Schwimmringen und die akustische Untermalung durch fröhliche Musik zeugten von einem gelebten Gemeinschaftsgefühl. Ein Anblick, der im Alltag und während der aktuellen Zeit nur selten zu finden ist. Geplante Lichten der Polizei schienen der Partystimmung jedoch keinen Abbruch zu tun. Die Feiernden waren lediglich überrascht und schienen aus der Fassung gerissen, als die Beamten tatsächlich auftraten.

Die Polizei handelte schnell und professionell, indem sie die Feiernden aufforderte, das Bad zu verlassen und damit die nächtliche Ruhe wieder herzustellen. Hierbei kam es wohl zu keinen nennenswerten Zwischenfällen – wenn man von einem vorübergehenden Missmut der Jugendlichen absieht, die augenscheinlich nicht mit einem so abrupten Ende ihrer nächtlichen Aktivitäten rechneten.

Es gab zwar einige vereinzelt lautstarke Proteste, doch die Beamten blieben gelassen. Die Tatsache, dass die versammelten Freunde darauf hinarbeiten mussten, ihre Sachen zu packen und das Wasser zu verlassen, wurde sicherlich nicht als die beste Neuigkeit des Abends empfunden. Trotzdem fand die Polizei, die auf die Scherze derjenigen, die die Situation nicht ganz ernst nahmen, mit einem Augenrollen reagierte, keine böse Absicht in den Versuchen, die nächtlichen Partyvergnügungen zu zelebrieren.

Die rechtlichen Konsequenzen für die Beteiligten sind im Moment noch unklar. Ob die Feiernden mit einem Bußgeld rechnen müssen, wird derzeit geprüft. Angesichts der anhaltenden Bemühungen um die Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung der Pandemie, könnte es jedoch sinnvoll sein, sich über die Rechtslage im Klaren zu sein, bevor die nächste nicht genehmigte Veranstaltung geplant wird.

In einer Zeit, in der auch Freizeitveranstaltungen stark eingeschränkt sind, bleibt die Frage, wie die Balance gefunden werden kann zwischen dem Verlangen nach Geselligkeit und der Notwendigkeit, bestimmte Regeln einzuhalten. Auch wenn das Schwimmbad die Verlockung zu nächtlichen Ausflügen bietet, so sollte die Vernunft nicht völlig über Bord geworfen werden. Die nächste Schwimmbadparty wird hoffentlich unter kontrollierteren Bedingungen stattfinden, irgendwo in der Region, wo die Beamten nicht im Hinterkopf sind.

Es ist nicht das erste Mal, dass unkontrollierte Feiern in öffentlichen Einrichtungen für Aufsehen sorgen. In der Vergangenheit gab es immer wieder ähnliche Vorfälle, bei denen die Polizei eingreifen musste, um die Ruhe in den Stadtteilen aufrechtzuerhalten. Dennoch bleibt die Frage: Wie viel Freude darf man sich erlauben, und wo sind die Grenzen der Geselligkeit in Zeiten von Vorschriften und Verboten?

Wohlmöglich bleibt die Antwort darauf im Wasser verborgen, solange die Freibäder geöffnet bleiben. Für einen schlichten Sprung ins Wasser kann es nie zu spät sein, aber eine kleine Feier sollte vielleicht besser nicht im Dunkeln stattfinden.

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